#zerowaste, oder zumindest #lesswaste

Kaffeebecher im Park

Samstag 14:35 Uhr. Wir sind eben vom Lebensmitteleinkauf zurück. Mehrere, volle Taschen stehen auf dem Küchentisch. Es sind all die Dinge, welche unser überleben, in der kommenden Woche, sichern sollen. Alles hat seinen Platz, Obst landet in der Schale auf dem Tisch, Gemüse, Joghurt, Wurst und Käse ab in den Kühlschrank, Knuspermüsli und Co. finden ihren Platz im geräumigen Vorratsschrank.

Die Auswahl der Lebensmittel variiert von Woche zu Woche. Wir nutzen das reiche Warenangebot unseres lokalen Lebensmittel-Dealers aus, keine Frage. Ich habe noch nie zu zählen gewagt, aber im Studium hieß es, dass ein großer Supermarkt bis zu 27.000 verschiedene Artikel führt. Eine geradezu absurde Zahl – von Hypermärkten á la Kaufland ganz zu schweigen.

Schöne neue Welt. Ein Mekka für Multi-Optionale. Käse aus Irland, Datteln aus Ägypten, Wildlachs aus Kanada, Schinken aus Italien, Schokolade aus der Schweiz. Jeden Tag etwas neues – aus den verschiedensten Winkeln des Planeten. Gemeinsam haben all diese Köstlichkeiten nur eines: nach dem Genuss landet jede Menge Müll im Eimer.

Jeder Deutsche verursacht 626 kg Kilogramm Abfall. Natürlich essen wir Gurke und Co. am liebsten auf, aber selbst dann bleibt immer noch jede Menge Verpackung über – nämlich 220,5 kg pro Kopf. Ich verursache also fast das 3-fache meines Körpergewichts an Verpackungsmüll. Undenkbar. Das musste ich überprüfen. Keine Wissenschaft, nur Mülleimer wiegen. Das Bild einer Woche ergab folgendes:

alle Müllsorten mit Gewichten

Alles in allem 9,2 kg Müll pro Woche – bei 52 Wochen im Jahr gut 480 kg in zwölf Monaten. So weit meine Milchmädchenrechnung. Wir beide sind also mit 240 kg pro Kopf wahre Helden der Natur – könnte man meinen. Was ist jedoch mit Sondermüll, Sperrmüll, Altkleidern und so weiter und so fort? Es ist schlicht unmöglich mal kurz alle Müllfaktoren eines Jahres zu erfassen – um sich am Ende als Retter des Klimas abfeiern zu lassen. Gehen wir also zurück auf Los und vergegenwärtigen wir uns, dass jedes Kilo, ja jedes Gramm unnötigen Mülls ein Problem für Mutter-Erde darstellt.

Kurzum: Ich möchte meinen eigenen Müll-Fußabdruck reduzieren, um einen Beitrag für unseren blauen – und auch sehr grünen – Planeten zu leisten. Dafür habe ich mir neun Handlungsfelder definiert:

Wie kann ich meinen Fußabdruck verringern?

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich euch mitnehmen auf meiner Reise zu #zerowaste oder zumindest #lesswaste. Falls auch ihr bereits auf einer ähnlichen Reise seid, lasst es mich wissen.

Jonas_signature

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