Ein Sommerurlaub am Wolfgangsee

Vorderer Gossausee mit Bergpanorama

Wir waren auf einem Roadtrip in den USA, in Belfast und Dublin und am Torre de Belém in Lissabon. Immer im Flieger Richtung nächstes Abenteuer. Dieses mal sollten die Füße auf dem Boden bleiben. Urlaub bei den Nachbarn stand ins Haus. In Österreich. Im Salzkammergut. Am Wolfgangsee. Nein nicht im Weissen Rössl, aber auch nicht weit entfernt. Nur knapp viereinhalb Autostunden mit unserem kleinen, bis unters Dach beladenen, Corsa.

Blick auf den Wolfgangsee im Salzkammergut

Zwölferhorn am Wolfgangsee

Gondel der Zwölferhornbahn am Wolfgangsee

Zwölferhorn – hoch über dem Wolfgangsee

Wer was für 360° Panorama-Blicke übrig hat, wird auf dem Zwölferhorn nicht enttäuscht. Wer etwas schweiß lassen will und genug Zeit hat, kann den Aufstieg zu Fuß wagen, bequemer geht’s natürlich mit der Zwölferhorn Seilbahn. Die ist super nostalgisch und beamt direkt ins Jahr 1957 zurück. Während andernorts nur noch (und wenn überhaupt) Fahrkarten abgerissen werden, müssen die engen Gondeln hier noch von Hand bewegt werden. Leider soll damit nun bald Schluss sein. Die Betriebsgenehmigung läuft aus, eine neue Bahn muss her. Ruhe in Frieden.

Himmel über dem Wolfgangsee im Salzkammergut

Radeln und Baden am Wolfgangsee

Radeln und Baden, Aktivität gepaart mit Entspannung. Fangen wir mit dem anstrengenden Teil an – dem Radeln. Ein stellenweise sehr schöner Radweg führt rund um den Wolfgangsee.

Wir starteten am späten Vormittag in Strobl. Fahrräder kann man hier problemlos leihen. Die Fahrt führt zunächst in Richtung St. Gilgen. Der Weg geht erst am See entlang, später dann an der (doch recht stark befahrenen) Bundesstraße. Dann sind wir in St. Gilgen. Die Uferpromenade eignet sich hervorragend für unser Mittagessen.

Kurze Zeit später geht’s dann weiter, nach Fürberg. Hier gibt es nicht mehr als einen Gasthof, ein Seebad und den Fähranleger. Wir sitzen auf dem Steg und lassen die Füße ins Wasser hängen. Die notwendige Entspannung für die folgende Tortour. Anders als empfohlen, entscheiden wir uns nämlich, den Falkenstein, welcher zwischen uns und St. Wolfgang liegt, mit dem Fahrrad zu überqueren. Hätten wir nur die Fähre genommen. Die Steigung des Kieswegs ist höllisch. Wir müssen unsere schweren Fahrräder schieben. Hoch und auch runter, denn da ist es genauso steil. Irgendwie haben wir überlebt!

Auf der anderen Seite liegt schließlich St. Wolfgang. Eine hübsche kleine Stadt in der wir den Nachmittag verbringen. Bis zurück nach Strobl ist es dann nur noch ein Katzensprung. Wir geben der Radtour 4 von 5 pijonafanten.

Zum Baden und Sonnenbaden wurde uns das Wassbad, unweit von Strobl empfohlen. Die Liegewiese bietet auch am Nachmittag Sonne. Wir haben die ein oder andere Stunde hier verbracht.

Nebel und Wolken über dem Hallstätter See

Fähre auf dem Hallstätter See

Blick auf den Hallstätter See

Blick auf Hallstatt am See

Marktplatz in Hallstatt

Das Leben ist eine Reise Schild

Hallstatt am See – viel besuchtes Weltkulturerbe

Wie famos ist das viel bewunderte Hallstatt tatsächlich? Wie kommt die chinesische Stadt Bolou dazu, diesen 800-Personen kleinen österreichischen Ort nachzubauen? Davon wollten wir uns selbst überzeugen. Eine tiefgreifende Analyse war jedoch schwer möglich. Aufgrund tief hängender Wolken und sintflutartigem Regen, mussten wir den Besuch kurz halten. Naja, gefallen hat es uns trotzdem. Wie Hallstatt zwischen Bergpanorama und Seeufer eingebettet ist, ist schlicht und einfach malerisch. Das macht (auch bei schlechtem Wetter) jedem Fotograf Freude. Daher verwundern die vielen, insbesondere asiatischen, Touristen auch nicht.

Graue Wolken auf der Postalm

Kühe grasen auf der Postalm

Wandern auf der Postalm im Salzkammergut

Steinturm auf der Postalm aufgenommen während unserer Wanderung

Wandern auf der Postalm

Pia macht Fotos von der Postalm

Postalm-Panorama aufgenommen bei unserer Wanderung

Postalm – wandern zwischen Kühen und Pferden

Nur einen Steinwurf von unserer Basis am Wolfgangsee entfernt, liegt die Postalm. Na gut, ein paar hundert Höhenmeter unterschied mussten wir zunächst zurücklegen. Das ist nötigen, denn die Postalm ist ein Hochplateau und das größte Almengebiet in Österreich.

Wir starten unseren Ausflug am Parkplatz 3. Die Wolken hängen noch tief, an einigen Stellen blitzt aber schon die Sonne durch. Der Blick fällt auf saftig grüne Wiesen und gigantische Berggipfel.

Wir haben uns für eine kleine Wanderung entschieden. Und wenn ich sage klein, meine ich klein. Rundweg 4 (grün-weiss-grün) ist 6,5 km lang und soll 2,5 Stunden dauern. Auf dem Weg ist mit freilaufenden Kühen, sehr voluminösen, freilaufenden Kühen und (den Straßenverkehr blockierenden) Pferden zu rechnen.

Blick auf den vorderen Gossausee im Hintergrund sieht man den Dachsteingletscher

Vorderer Gossausee mit Bergpanorama

Am vorderen Gossausee

Gosauseen – und Blick auf den Dachstein Gletscher

Die Gosauseen, bestehend aus vorderem und hinterem Gossausee, sind vergleichsweise klein. Der hintere eher sehr klein. Beide liegen in mitten einer malerischen Kulisse und standen ganz oben auf der Plätze-die-wir-unbedingt-und-unter-allen-Umständen-sehen-müssen-Liste.

Das wir nicht die einzigen sind, die dieses Idyll erleben möchten kommt wenig überraschend. Die Anzahl an PKW und Wohnmobile auf den insgesamt vier Parkplätzen ist jedoch überaus erstaunlich. Erinnert etwas ans Massenwandern im Zion Nationalpark – ist am Ende aber gar nicht so schlimm wie anfangs vermutet.

Die meisten Besucher schaffen es nicht über das vordere Ende des ersten Sees hinaus. Also unbedingt die Wanderung zum hinteren Gosausee einplanen. Sind einige Höhenmeter und 12,2 km. Lohnt sich aber allemal. 

Pia blickt über Salzburg

Salzburger Dom

Solzburg von oben, Blick vom Mönchsberg

Salzburg – von Mozart bis Mönchsberg

Wer Zeit am Wolfgangsee, oder einem der anderen 180 Seen des Salzburger Landes, verbringt sollte auch einen Besuch in Salzburg selbst einplanen. Klar gibt’s da den Mozart und auch die Festspiele, aber auch noch einiges mehr. Wir haben uns einen Tag genommen, die Innenstadt zu erlaufen.

Los geht’s am Fuß der Festung Hohensalzburg. Hochfahren kann man dort bequem mit der Festungsbahn. Wollen wir aber gar nicht. Wir werden uns die Festung aus der Entfernung ansehen, vom Mönchsberg aus. Dazu gleich mehr. Erster Stopp sind der Mozart- und der Residenzplatz. Ein Blick auf Mozart in Bronze und den Dom zu Salzburg und wir biegen schon wieder ab, in die Judengasse. Dieser folgenden kommen wir in die Getreidegasse. Dort findet sich Mozarts Geburtshaus. Uns reicht ein Blick auf die Fassade, dann geht’s weiter Richtung Mönchsberg.

Dort kann man bequem, aber nicht umsonst, mit einem Aufzug hoch. Zu Fuß geht es natürlich auch, erfordert jedoch 20 min mehr Fußmarsch. So oder so, die Aussicht von oben ist spektakulär. Wir genießen dies eine Weile, dann machen wir uns auf den Weg nach unten. Zu Fuß! Das Ziel heißt Mittagessen. Das gibt’s im Gasthaus Bärenwirt.

Der Bärenwirt liegt auch ganz günstig, für unseren Rückweg auf der anderen Flussseite der Salzach. Dort liegt das Schloss Mirabell, der zugehörige Mirabellgarten und an dessen Ende, dass (unspektakuläre) Wohnhaus von Mozart. Wir kommen definitiv wieder – ein paar Mozartkugeln haben wir zur Erinnerung mit eingepackt.

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