USA Roadtrip – Las Vegas, Zion Nationalpark, Bryce Canyon, Grand Canyon und zurück

Den ersten Teil unseres USA Roadtrip haben wir bereits hinter uns. Von der Weltstadt San Francisco an den pittoresken Lake Tahoe, bis zum atemberaubenden Yosemite Nationalpark und in das brütend heiße Death Valley. Was wir dort bereits alles erlebt haben, könnt ihr hier nachlesen: USA Roadtrip – von San Francisco bis ins Death Valley. Die nächste Station auf unserer Liste war schließlich die schillernde Wüstenmetropole Las Vegas. Teil zwei start!

Oh glitzerndes Las Vegas

Abkühlung ist, nach unserem Ausflug ins Death Valley, nicht in Sicht. Las Vegas ist ebenfalls heißes Pflaster und unser nächster Stopp, für zwei Nächte. Die Stadt fühlt sich an wie ein Freizeitparkbesuch. Europapark, Tropical Island und Disneyland vereint. Gigantische Hotels, weitläufige Shopping Malls, endlose Reihen von Glücksspielautomaten, Poker- und Rouletttischen, sowie ein ebenso breites Angebot an Shows und Abendveranstaltungen. Verpasst haben wir Stars wie die Backstreet Boys, Calvin Harris, Britney Spears und Celine Dion. Insbesondere den Backstreet Boys wurde die ein oder andere Träne nachgeweint.

Dafür gab es eine exklusive Fahrt mit dem High Roller, dem aktuell welthöchsten Riesenrad. Vergesst das London Eye, hier gibt’s nochmal satte 30 Meter mehr Überblick! Dank eigener Bar samt Barkeeper war dies auch ein feuchtfröhliches Erlebnis.

Um auch das Glücksspiel nicht zu vergessen, haben wir geschlagene $17 in die Hand genommen. Und komplett verspielt…

Las Vegas Introduction - pijona

Etwas persönliche Meinung…

[su_accordion][su_spoiler title=“Imposanteste Fassade“ open=“no“ style=“default“ icon=“plus“ anchor=““ class=““]Der Strip ist voller Skurriler Bauten, am meisten aber beeindruckt hat uns die Fassade von New York New York. Unglaublich detailreich Skyline der Ostküsten-Metropole + eine komplette Achterbahn inklusive, einfach unschlagbar. Die Plätze zwei und drei gehen an Paris Las Vegas und das Venetian. Eifel- und Markusturm sind kaum weniger beeindruckend.[/su_spoiler] [su_spoiler title=“Casino Ausstrahlung“ open=“no“ style=“default“ icon=“plus“ anchor=““ class=““]Der Kampf um das schönste Casino ist hart in Las Vegas. Es gibt einfach unzählige. Besucht haben wir die wichtigsten direkt am Strip. Den besten Gesamteindruck hatten wir definitiv im Paris Las Vegas. Das Casino ist hier sehr schön ins Konzept eingebunden, ein Hauch von Paris in der Wüste.[/su_spoiler] [su_spoiler title=“Einkaufs-Erlebnis“ open=“no“ style=“default“ icon=“plus“ anchor=““ class=““]Am schönsten shoppt es sich eindeutig im Venetian. Direkt am Canal Grande reihen sich hier die Designer-Läden und Restaurants. Wer will kann auch gleich eine Runde mit dem Stocherkahn schippern. Da bleibt dem ebenfalls sehr schön gestalteten Shopping-Bereich des Caesars Palace nur der zweite Platz. Hier gibt’s aber leckeres Essen in der Cheesecake Factory. [/su_spoiler] [su_spoiler title=“Sonderpreis in der Kategorie Erlebnis“ open=“no“ style=“default“ icon=“plus“ anchor=““ class=““]Den Experience Award teilen sich das Bellagio mit seinen Fountains (Show mit Musik alle 30 min, bzw. ab 20 Uhr alle 15 min) und LINQ mit dem aktuell (noch) welthöchsten Riesenrad.[/su_spoiler][/su_accordion]

 

New York New York LV - pijona

Mirage Las Vegas - pijona

Nichtwandern im Valley of Fire

Tag 11: heute verlassen wir Las Vegas zunächst einmal wieder. Traurig müssen wir aber nicht sein, in gut einer Woche kommen wir schon wieder. Erster Anlaufpunkt auf unserer heutigen Tour nach Hurricane ist das Valley of Fire. Beeindruckende Steinformationen erwarten uns bereits bei der Einfahrt. Die Fire Wave und White Domes sollen hier besondere Highlights fürs Auge sein. Aus eigener Erfahrung können wir dies jedoch nicht bestätigen. Eine Straßensperre hindert uns daran, zum wandern ist es schon viel zu heiß.

Eine nasse Angelegenheit – The Narrows im Zion Nationalpark

Hurricane, 7 Uhr: der Wecker klingelt. Ab in den Zion Nationalpark. Frühes Aufstehen lohnt sich hier in jedem Fall, denn die Parkplätze am Visitor Center sind bereits gut gefüllt als wir ankommen. Da der Scenic Drive, welcher ins Herz des Parks führt, nur mit Shuttle-Bussen befahrbar ist, schlagen wir uns erstmal eine ordentliche Wartezeit an der Haltestelle um die Ohren.

Wartezeit + Busfahrt ergibt dann Ankunft um 10 Uhr am Beginn des River Side Trails, welcher uns zu einem der überhaupt (und sowieso) schönsten Slot-Canyon Trails in der ganzen weiten Welt, den Narrows, führen soll. Während man den River Side Trail trockenen Fußes zurücklegen kann, zwingen die daran anschließenden Narrows uns in die Fluten des Virgin River. Zunächst waten wir im seichten Wasser, schnell wird es jedoch Knie- und dann Hüfthoch. Die vereinzelten Uferstellen werden rarer und die Felswände rücken näher…

Busfahrt Zion Nationalpark - pijona

Ausblick Zion Nationalpark - pijona

Heu zu kaufen nähe Zion - pijona

Lieblings-Canyon = Bryce Canyon

Schon am nächsten Tag heißt es Bye Bye Zion and Hello Bryce Canyon. Nach 2 ½ Stunden Fahrt und einigen erfolglosen Runden auf dem Parkplatz, findet auch unser Wagen eine kleine Lücke. Die Aussicht vom Sunset Point am Rim Trail ist bereits atemberaubend spektakulär, aber wir möchten noch mehr. Der Navajo Loop Trail und der anschließende Queens Garden Trail führen uns einmal hinunter in den Canyon und wieder hinauf zum Sunrise Point. Genial, aber seht selbst…

Auch nachts kann sich der Bryce Canyon sehen lassen. Da die Lichtverschmutzung hier extrem niedrig ist, bekommen wir nach Sonnenuntergang einen atemberaubenden Blick auf den Nachthimmel und die Milchstraße. Ohne Taschenlampe ist ein nächtlicher Ausflug aber nicht zu empfehlen. Man sieht die Hand vor Augen nicht. Da man sich sonst kaum vor den Touristenmassen verstecken kann, ist es umso wertvoller, dass wir diese Zeit des Sterneguckens nur zu zwei verbringen können.

Thors Hammer Bryce Canyon - pijona

Ausblick Bryce Canyon - pijona

Milchstraße über Bryce Canyon - pijona

Page, Lake Powell und der spektakuläre Antelope Canyon

Der Bryce Canyon ist toll, aber wir sind auf einem Roadtrip, also rein ins Auto und ab nach Page. Die gut dreistündige Fahrt am nächsten Tag führt uns auch in einen neuen Bundesstaat, Arizona. Nach Kalifornien, dem Golden State, Nevada, dem Silver State und Utah, dem Bienenstaat nun also der Grand Canyon State.

Auf dem Weg nach Page, kommen wir am Lake Powell vorbei. Der Wahweap Overlook bietet eine super Aussicht auf diesen skurrilen See. Skurril ist er vor allem deshalb, weil er aus einer Landschaft gefluteter Canyons besteht. Schuld daran, dass diese vielen Canyons nun unter Wasser stehen, ist der Glen Canyon Dam. Das ist ja alles schon mal ganz gut, aber der schönste Teil der Tages kommt erst zum Sonnenuntergang – am Horseshoe Bend. Details gibt es dazu keine, ich sag nur so viel: Pia hat ja gesagt!

Nach diesem Highlight meines Lebens, folgt am nächsten Morgen einer der Höhepunkte unseres USA Roadtrips. Der Antelope Canyon, in unserem Fall der Lower Antelope Canyon. Eineinhalb Stunden anstehen, trotz Reservierung (wird unbedingt empfohlen, z. B. unter: Ken’s Tours), waren selten so unterhaltsam. Wir lernen zwei wahnsinnig nette Inder kennen, die uns die Wartezeit verkürzen. Wir hatten selten so ein offenes, persönliches Gespräch mit zwei wildfremden Menschen. Vielen Dank Leute! Letztlich dürfen wir dann doch noch in den Canyon und schon steigen wir auf einer steilen Treppe hinab. Ich hoffe, die folgenden Bilder können einen kleinen Eindruck davon vermitteln, wie beeindruckend die nächste Stunde im Canyon gewesen ist. Awesome!

Wer noch mehr Zeit und vor allem noch mehr Euros investieren möchte kann sich den Upper Antelope Canyon gönnen. Dort gibt es die berühmten Lichtsäulen (durch in den Canyon fallendes Licht), genannt Beams.

Lower Antelope Canyon - pijona

Jonas kann golfen - pijona

Einer von 5 Millionen, der ganz schön große Grand Canyon

Nach aufregenden, schönen und zukunftsweisenden Momenten in und um Page, geht es an Tag 16 weiter in Richtung Grand Canyon. Da der Grand Canyon ganz schön groß ist, stehen für uns diverse Aussichtspunkte auf dem Tagesprogramm. Diese liegen alle am Desert View Drive, welcher am Südrand (South Rim) verläuft.

Watchtower und Desert View Point, Navajo Point, Moran Point, Grandview Point, Mather Point und Yavapai Point so die schnelle Auflistung all dieser verschiedenen Ansichten auf diese gewaltige Canyon-Landschaft. Geschlagene 35 Minuten und mehr als 20 Meilen ist die reine Fahrt vom Watchtower bis ins Grand Canyon Village. Mit der ganzen Guckerei dauert natürlich den ganzen Tag. Als wir uns am Nachmittag auf den Weg nach Williams – in unser Hotel – machen, haben wir gerade mal einen Bruchteil des Grand Canyon gesehen.

Williams liegt eine Stunde südlich des South Rim an der historischen Route 66. Der Abend wartet mit Souvenier-Shopping und einer Wild West Show auf der Hauptstraße auf.

 Grand Canyon aus der Vogelperspektive

11:05 Uhr am nächsten Tag. Die Räder der kleinen Propellermaschine verlassen die Startbahn. Wir machen uns auf – vom Grand Canyon Nationalpark Airport – zu einem Rundflug über den Grand Canyon. Grand Canyon aus der Vogelperspektive könnte man sagen – oder: „der schlimmste Tag meines Lebens“.

Die Aussichten aus den großen Fenstern sind atemberaubend. Eine riesige, zerklüftete Landschaft aus Canyons erstreckt sich vor, hinter, neben und unter uns. Erst fliegen wir über gigantische Wälder, Baum an Baum, an Baum, an Baum. Das kleine Flugzeug ruckelt beängstigend und wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Die anderen Passagiere scheint das nicht weiter zu stören. Das kann ich von mir und meinem Körper leider nicht behaupten.

Dann bricht der Boden unter uns weg, der Canyon beginnt, der Boden fällt hunderte Meter in die Tiefe ab. Ebenso schlagartig wie der Boden abfällt, gerät das Flugzeug in eine ruhige Fluglage. Zeit für mich durchzuatmen. Endlich habe ich etwas Ruhe um mich selbst zu vergessen und den Canyon in Augenschein zu nehmen. Unter uns fließt der Colorado in blau und türkis. Dann ist der Loop über den Nordrand vorbei. Der Boden unter uns erhebt sich wieder und aus Canyon wird erneut Wald – Baum an Baum. Der Flugplatz bereits in Sichtweite.

5 vor 12 landen wir. Wir rollen in Parkposition und langsam fällt die Anspannung ab. Ich bin dankbar dafür, Pia neben mir zu haben. Und wenn es nur dafür ist, dass sie hilft meine verkrampften Hände von den Armlehnen zu lösen. Der Rest des Tages war für mich gelaufen…

Williams Arizona Route 66 - pijona

Flugzeug Grand Canyon - pijona

Grand Canyon Flug - pijona

Flug Grand Canyon - pijona

USA Roadtrip geht zu Ende

Wir sind auf den letzten Metern unserer Reise. Wir haben unglaublich viele Orte besucht, tolle Erfahrungen gemacht, wahnsinnig nette Menschen getroffen, Sehenswürdigkeiten bestaunt. Wir sind müde – Reisemüde. Der Grand Canyon ist bereits eines der ersten Opfer unserer Reisemüdigkeit. Während andere Besucher dieses Naturwunders aus dem Staunen und Schwärmen nicht mehr herauskommen, lässt uns der Grand Canyon nahezu kalt. Er ist groß, das muss man gestehen, aber andere Flecken unserer Reise sind uns deutlich stärker im Gedächtnis geblieben. Machen wir ihm keinen Vorwurf, bei unserem nächsten Besuch setzen wir ihn gleich an erste Stelle.

Weiter unten gibt’s noch ein paar Statistiken zu unserem USA Roadtrip, inklusive unsere Route, der angefallenen Kosten, Spartipps und unserer 12 absoluten Highlights. Habt ihr auch bereits eine USA Reise hinter euch? Hat euch unsere Reise gefallen? Dann lasst uns einen Kommentar da. Wir freuen uns drauf. Euer

Jonas_signature

 

 

 

USA Roadtrip Infografik

 

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