zwei mal Hawaii – O’ahu und Maui

Der 05. Juni 2011 – ein ganz großer Tag! Wird definitiv in mein Geschichtsbuch eingehen. Um 18 Uhr geht mein Flug nach Honolulu – Hawaii. Die Nacht habe ich bei Emma und Lloyd verbracht. Die beiden kenne ich bereits. Am Nachmittag treffen wir uns noch ein letztes zum italian day. Ein rauschendes Straßenfest, bei dem alles irgendwie mit Italien zu tun hat. Dank einiger Spaghetti und Cannoli, komme ich erst kurz vor Knapp am Flughafen an. Einchecken, US-Zollkontrolle durchlaufen, zum Gate rennen, namentlich ausgerufen werden, weiter rennen, außer Puste am Gate ankommen, als letzter den Flieger betreten und glücklich in meinen Sitz sinken.

Am nächsten Morgen erwache ich im HI Hostel, mitten in Honolulu. Schlafen war so semi, denn es ist schwülwarm und die ganze Nacht über läuft der Ventilator auf Hochtouren. Positiv anzumerken ist, dass ich anstatt des erwarteten 8er Zimmers ein Doppelzimmer mit Stockbett bekommen habe. Da sich ein Backpacker auch mal einen ruhigen Tag gönnen darf und der Waikiki Beach direkt um die Ecke liegt, verbringe ich den Tag beim brutzeln in der Sonne.

Tag 2 in Hawaiis Hauptstadt beginnt ähnlich unspektakulär. Da ich mich kaum über Honolulu informiert habe und auch nicht an einer überteuerten Touristentour interessiert bin, habe ich mir einen Ausflug zum Manoa Fall überlegt. Dazu nutze ich die Öfis – genauer: den Bus. Den restlichen Tag verbringe ich dann vorwiegend im Schatten, da ich mir bereits gestern einen wunderschönen Sonnenbrand auf den Füßen, den Beinen und dem Rücken zugezogen habe.


Maui – Lahaina und Schnorcheln vor Lana’i

Nach nur zwei Tagen ist das Abenteuer Honolulu und Oahu bereits wieder beendet. Ich sitze bereits wieder am Flughafen. Natürlich nicht nach Vancouver. Das Ziel ist die Insel Maui. Die inner-hawaiianischen-Flüge gehen von einem kleinen Nebenterminal. Das macht auch absolut Sinn, denn ich zähle 11 Passiere, 2 Piloten und eine Stewardess an Bord.

Der Ziel-Flughafen auf Maui ist in Kahalui auf der Ostseite der Insel. Von dort geht es mit dem Bus weiter nach Lahaina an die Westseite. Lahaina war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt von Hawaii. Bei den heutigen Größenverhältnissen kaum noch denkbar. Lahainas 12.000 Einwohner wirken geradezu lächerlich gegen die 350.000 in Honolulu.

Meine erste Basis auf Hawaii ist ein kleiner Campingplatz in Olowalu. Den erreiche ich mit einem gemieteten Fahrrad in etwa sechs Meilen Richtung Süden. 10 Dollar pro Nacht/Person für Camping inkl. Trinkwasser, kalte Duschen und Dixi-Toiletten.

Die nächsten beiden Tage verbringe ich damit Lahaina und die Umgebung zu erkunden. Natürlich Zeit am Strand und im Meer zu verbringen und als Highlight eine Bootstour. Ich entscheide mich für einmal Schnorcheln und Delfine gucken mit der Pacific Whale Foundation. Die tun mit dem Geld auch was für die Delfine und Wale in und um Hawaii herum, sowie Australien und Ecuador.

Also first time Schnorchler habe ich natürlich alle möglichen Gedanken gemacht, was beim Schnorcheln alles passieren kann. Vergessen habe ich das Boot selbst. Das schaukelt im offenen nämlich ganz ordentlich auf dem Weg zur Nachbarinsel Lana’i. Heißt ja nicht umsonst pazifischer Ozean das Gewässer! Summa summarum war das Schnorcheln eine super Erfahrung, es gab viele bunte Fische zu sehen. Die Bootsfahrt jedoch war die reinste Hölle. Stichwort empfindlicher Magen – Details werden ausgespart.

Ka’anapali, Napili, Relax

11. und 12. Juni. Für heute (und morgen) ist rein gar nichts geplant, just relax. Das Nickerchen im Liegestuhl ist dabei sicher noch das aufregendste. Der Campingplatz ein Idyll der Ruhe. Ein paar Magazine, mein iPod, das Meer, was braucht man sonst? Ah eins, der Schwarm von Frank Schätzing. Dieses mächtige Buch hat wohl einer der anderen deutschen Gäste liegen lassen. Mir soll’s recht sein.

Zwei Tage entspannen reicht. Nun ist es an der Zeit wieder etwas zu unternehmen. Mit dem Fahrrad geht’s nach Lahaina, frühstücken und im Internetcafé die E-Mails checken. Dann nehme ich den Bus nach Ka’anapili. Wenn Lahaina bereits touristisch ist, wird dies hier erst richtig getoppt. Eine außerordentliche Ansammlung an Hotels reiht sich hier aneinander. Marriott’s, Hyatt, Sheraton und viele mehr. Dass ist mir dann doch etwas zu viel und schnell reise ich wieder weiter – nach Napili. Auch hier ist einiges los, aber die Kapalua Bay ist einfach traumhaft gelegen mit super weichem Sand und Glasklarem Wasser. Also verbringe ich dort etwas Zeit.

Maui – Mekka für Surfer

Für keine Sportart ist Hawaii so bekannt, wie fürs Surfen. Deshalb musste auch ich mein Glück versuchen. Da ich keine Profi-Karriere anstrebe soll das Ganze möglichst kostengünstig ablaufen. Ich möchte es ganz ohne einen Surf-Kurs probieren. Also sitzt der gemeine Backpacker ab kurz nach 8 Uhr bereits am Strand in Lahaina und beobachtet die laufenden Kurse. Ab 11 Uhr schnappe ich mir schließlich mein eigenes Brett. Änfanger-Brett natürlich. Am Ende habe ich mir wieder mal Sonnenbrand eingefangen, einiges an Wasser geschluckt und vier ganze Wellen geritten. Ein durchschlagender Erfolg!

15. Juni. Die letzten beiden Tage Hawaii brechen an. Ich ziehe vom Campingplatz in Olowalu um, in ein Hostel in Wailuku. Leider werde ich dort nur eine Nacht bleiben, denn am nächsten Abend soll es bereits zurück nach Vancouver gehen. Den letzten Tage verbringe ich jedoch in hervorragender Gesellschaft. Im Hostel lerne ich einen netten Schweizer kennen, mit dem ich noch ein Stück der Ostseite von Maui erkunde. Der Kanaha Beach Park, Haiku und Paia bieten ein ganz anderes, viel grüneres Bild, als zuvor Lahaina und Co. auf der trockenen Westseite.

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