Vancouver – der Start meines Working Holiday Kanada

Canada Place bei Regen

Job quittiert, Zivildienst abgeleistet, work and travel Kanada vor der Brust. Endlich, nach langem warten, ist der Tag des Abflugs. Wir sind am Stuttgarter Flughafen, meine Familie und ich. Die Nervosität hält sich in Grenzen, die Emotionen kennen keine und der Abschied wird zum Drama. Um 15 Uhr lasse ich Deutschland schließlich (vorerst) hinter mir und hebe ab in Richtung Kanada. Während wir gen Westen fliegen wird es dunkel, wieder hell und wieder dunkel. Im Flugzeug fehlt es an nichts, trotzdem bin ich bei der Ankunft in Vancouver schon fix und fertig. Die Erholung lässt jedoch auf sich warten, denn ich muss noch 2 Stunden bei Zoll und Einwanderungsbehörde warten bis ich endlich das Working Holiday Visum in Händen halte. Das bedeutet den start meines Working Holiday Kanada.

Vancouver – eine der lebenswertesten Städte der Welt

Vancouver landet regelmäßig auf den vorderen Plätzen der Städte mit der höchsten Lebensqualität, wieso das so ist, zeigt sich für mich bereits in meinen ersten Tagen. Die erste Tage schlafe ich nicht sonderlich viel und gut. Das liegt zum einen am Jetlag, zum anderen an der Erkältung die ich mir aus Deutschland mitgebracht habe. Mein HI Hostel liegt direkt an der Granville Street, von wo ich beginne die Stadt zu erkunden. Richtung Norden geht es durch großzügige Straßen, zwischen riesigen Wolkenkratzern bis zum Harbour Center und zum Canada Place. Ich fühle mich fantastisch, das Wetter ist jedoch März-Typisch verregnet. Bei solche schlechtem Wetter muss man sich Alternativen überlegen. So geht es abends in den Comedy Club „The Comedy Mix„, eine ganz neue Erfahrung. Die etwa 100 Besucher amüsieren sich prächtig, ich und mein Schulenglisch geben uns alle Mühe.

Vancouver Harbour mit Blick nach Downtown

Blick nach North Vancouver

Der nächste Tag beginnt wie der letzte endete, mit sau-schlechtem Wetter. Ich werde schon um 7 Uhr von meinem Zimmernachbarn geweckt, schlage das Notebook auf und schlage die Zeit bis zum Frühstück tot. Irgendwie habe ich keine Lust wieder einen Nachmittag durch den Regen zu laufen. Um den Tag nicht im Hostel zu versauern mache ich mich dann aber doch auf den Weg nach Gastown, dem historischen Teil Vancouvers. Schönes Fotomotive ist die berühmte Steam Clock. Dann geht’s die Water Street entlang, zum Maple Tree Square und weiter bis zum nahe gelegenen CRAB Park. Eine weitere exzellente Idee zur Abendgestaltung probiere ich dann in Deutsch-Schwedisch-Brasilianischer-Kombo aus. Eishockey schauen und feiern in einem der bekanntesten Clubs der Stadt, „The Roxy“.

Ein Ausflug Granville Street in Richtung Süden führt unweigerlich nach Granville Island an. Das probiere ich, gemeinsam mit meinem schwedischen Zimmernachbar, am nächsten Tag aus. Leider regnet es wieder mal den ganzen Tag. Langsam wird deutlich, dass Vancouver im März nicht unbedingt Saison hat. Granville Island ist eine kleine Halbinsel, die mit Kultur und Kulinarik aufwarten kann. Kleine Künstler-Läden, Museen und der Publik Market bietet selbst bei schlechtem Wetter ein gutes Programm. Um den darauffolgenden Abend nicht im Hostel zu versauern geht’s ab ins Kino. “Battle: Los Angeles” besteht aus mehr Kampf als Konversation und ist so auch bestens geeignet für mich und mein holpriges Englisch.

Dampfende Steam Clock in Gastown

Vancouver China Town

Eingangstor nach Chinatown Vancouver

Jonas auf der Granville Island Brücke in Vancouver

Früchte in bunten Farben, im Granville Island Market

Sunset Beach Park in Vancouver

Woche 2: besseres Wetter und die Vancouver Canucks

Meine zweite Woche in Vancouver startet mit einem sportlichen Highlight. NHL Eishockey bei den Vancouver Canucks. Das Ticket habe ich bereits in der letzten Woche im Hostel gekauft. Bevor es jedoch in die Rogers Arena geht, müssen wir erstmal in den nächsten Pub, um uns die Regeln des Sports zu lassen. Nach Beer & Burger geht’s dann in die Rogers Arena. Vancouver Canucks vs. Minnesota Wild. Endstand: 4:3.

Vancouver Canucks Eishockey in der Rogers Arena

Vancouver Canucks Eishockey in der Rogers Arena

Vancouver Canucks Eishockey in der Rogers Arena

Vancouver Canucks Eishockey in der Rogers Arena

Am 7. Tag meiner Reise schlafe ich zum ersten mal länger als 8 Stunden. Und was noch viel besser ist, die Sonne scheint. Zwar meist nur zwischen den Wolken, oder dahinter, aber es geht aufwärts. So mache ich mich dann auf den Weg zum Hafen und dann mit dem Seabus nach North Vancouver zum Lonsdale Quay. Hier bietet sich eine super Aussicht auf die Skyline von Vancouver. Außerdem befindet sich hier der Lonsdale Quay Market, eine kleine Mall die hauptsächlich kulinarisches zu bieten hat. Zur Abwechslung mal ohne McDonalds, Starbucks und Co. Die Umgebung mit Waterfront Park (inkl. Chiba Garden) und dem Gelände der Wallace Shipyards einer alten Werft ist schnell erkundet und es geht wieder zurück nach Downtown.

Heute habe ich den Jetlag wohl endgültig überwunden. Ich verpasse das Frühstück, weil ich fast 11 Stunden schlafe. Es fühlt sich an, als hätte ich seit Tagen nicht geschlafen. Nachdem der Morgen also bereits vorbei ist, mache ich mich auf den Weg zum Stanley Park. Eigentlich wollte ich auf einen sonnigen Tag warten aber der wird wohl vorerst nicht mehr kommen. Ich miete mir ein Fahrrad für die 10 km Tour, rund um den Park. Das lohnt sich aber sowas von. Echt ein traumhaft schöner Weg. Und da heute St. Patricks Day ist gibt’s Abends wieder mal ein paar Bier, heute jedoch in einem Irish Pub. Zusammen mit Schweden, Neuseeländern, Deutschen, einem Australier und einer Norwegerin, wird hier, bei fließendem Guinness, am Englisch gefeilt.

North Vancouver Quay, Blick Richtung Downtown.

Lonsdale Quay Market in North Vancouver

 

Radtour im Stanley Park in Vancouver

Radtour im Stanley Park in Vancouver

Leaving Vancouver soon – weiter geht es auf Vancouver Island

Da am nächsten Tag nicht sehr viel geboten ist, plane ich gemeinsam mit Jan unseren Trip nach Vancouver Island. In zwei Tagen soll’s los gehen. Die ersten beiden Nächte in Victoria sind schnell gebucht. Danach geht’s dann unter anderem nach Nanaimo, Tofino und Campbell River, aber dazu mehr in diesem Artikel: Vancouver Island Rundreise – Teil II.

Samstag ist Bundesliga-Spieltag. Um 10:30 Uhr gebe ich mich 90 Minuten einem zähen unentschieden zwischen Borussia Dortmund und Mainz 05 hin. Danach ist Waschtag angesagt. Ich bin nun seit über einer Woche hier und so langsam gehen mir die Kleider aus. Insgesamt kostet mich Waschpulver, waschen und trocknen fünf kanadische Dollar, die sind aber wirklich gut angelegtes Geld. Um mich ausgiebig von Vancouver zu verabschieden, gehe ich dann mit Matteus aus Schweden und Merte aus Norwegen, nochmal in den Stanley Park. Dann ist mein vorerst letzter Tag in Vancouver auch schon vorbei. Weiter geht mein Working Holiday Kanada auf Vancouver Island: Vancouver Island Rundreise – Teil I.

Lasst mich wissen, wie euch die ersten Tage in Vancouver gefallen haben und schreibt einen Kommentar.

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